Ehrungsbericht: eyelead Adhäsions-Reinigungskit für Kamerasensoren –

Jeder der eine digitale Spiegelreflex oder Systemkamera sein eignen nennt kennt die Problematik: Nach ein paar Objektivwechsel legen sich die ersten Staubkörnchen auf dem Sensor nieder. Anfangs ist das noch kein Thema da es nicht weiter auffällt auf den Fotos.

Irgendwann ist aber ein Punkt erreicht an dem die Verunreinigungen deutlich auf den Fotos zu sehen sind, v.a. wenn z.B. Landschaftsaufnahmen mit kleiner Blende geschossen werden. Am besten ist die Verunreinigung dann noch in einem Bildbereich mit homogenen Farben, z.B. blauer Himmel, dann wird die Nachbearbeitung des Fotos langwierig.

Nachdem meine Nikon D7100  auch schon wieder ein paar Jahre auf dem Buckel hat und nur einmal beim Nikon Servicepoint zur Reinigung war, musste ich nach einem der letzten Urlaube feststellen, dass auf vielen Fotos starke Verunreinigung zu sehen war.

Vor der nächsten Reise sollte die D7100 also zur Reinigung. Jetzt hatte ich allerdings keine Lust die Kamera zu Nikon einzuschicken (Kosten, Dauer), sondern habe nach Alternativen gesucht: Lokaler Fotofachhandel, der Sensorreinigung oder selbst versuchen?

Nassreinigung wollte ich selbst nicht durchführen, selbst wenn das anscheinend gut klappt, war mir die Sache „zu heiß“. Zufällig bin ich durch die „Fotoschnack“-Sendung von Gunther Wegner (gwegner.de) und Patrick Ludolph (neunzehn72.de) auf das Reinigungskit von Eyelead gestoßen und dachte mir, das könnte einen Versuch Wert sein. Wenn es nicht funktioniert, wie gewünscht, kann ich die Kamera immer noch zur Reinigung geben.

Das Kit ist jetzt nicht gerade billig, aber sollte den günstigeren Alternativen vorgezogen werden: Die Kanten des Tupfers sind sauber abgerundet, das Reinigungspapier funktioniert auch sehr gut.

Eyelead Adhäsionstupfer – Sensorreinigungskit

Aber der Reihe nach:

Das Kit besteht aus einer kleinen Metallbox für Transport und Aufbewahrung des Adhäsionstupfers und des Reinigungspapiers. Die Vorgehensweise ist eigentlich ganz easy (im Fotoschnack-Video wird es auch gezeigt): Die Folie eines neuen Reinigungspapiers abziehen und den Tupfer an einer Stelle ansetzen, aufdrücken und abziehen: Die Partikel, der vorher am Tupfer waren, kleben jetzt am Papier und somit ist der Tupfer für den ersten Reinigungsgang sauber.

Zur Reinigung des Sensors wird dieser freigelegt (Objektiv abschrauben, Spiegel über das Menü hochklappen bei DSLR) und zeilenweise mit dem Tupfer „abgestempelt“. Sanfter Druck reicht, ich würde da nicht mit zuviel Kraft aufdrücken, das könnte unschöne Ränder/Schlieren hinterlassen, wie auf Amazon zu lesen. Zwischendurch empfiehlt es sich den Tupfer mit noch nicht benutzten Stellen auf dem Papier zu reinigen.

Das ganze dauert nicht lange und man erhält ein wirklich gutes Ergebnis. Ist man nach dem ersten Durchgang noch nicht zufrieden, macht man es einfach nochmal.

Das ganze ist in der Handhabung und Größe auch ideal um es z.B. auf Reisen mitzunehmen und die Kamera vor Ort zu reinigen, wenn nötig – vielleicht nicht gerade auf der Liege am (Sand-) Strand 😉

Ich für meinen Teil kann das Eyelead Ahäsionstupfer-Set wärmstens empfehlen.

Übrigens: Die D7100 hat keinen Tiefpassfilter womit der Sensor nicht durch diesen geschützt ist. Trotzdem sind alle Sensoren mit einer Schutzschicht versehen und man muss sich bei sachgemäßer Handhabung keine Gedanken machen, etwas kaputt zu machen. Nichtsdestotrotz: Ich übernehme natürlich keine Garantie, dass das Teil bei euch genauso gut funktioniert und ihr den Sensor damit nicht beschädigt.

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Vielen Dank! 🙂

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