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Rom in 2,5 Tagen – Im Internet schwirren viele Reiseberichte zum Rom umher, deswegen will ich nicht nur auf die Sehenswürdigkeiten und speziellen Gegebenheiten von Rom eingehen. Nein, vielmehr will ich zeigen, wie man im heutigen Internetzeitalter eine Reiseplanung und Umsetzung so effektiv gestalten kann, dass man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und interessanten Plätze Roms in nur 2,5 Tagen ansehen kann.

Reiseplanung

Nachdem die Entscheidung gefällt war, dass wir über ein verlängertes Wochenende nach Rom wollen, wurden die Rahmenbedingungen für eine Planung der Touren durch Rom von folgenden Faktoren automatisch eingegrenzt:

  • Hin- und Rückflugzeiten (München <-> Rom): 06.07.2012 09:40 Uhr Hinflug, 09.07.2012 06:45 Rückflug.
  • Hotel in der Nähe  des Hauptbahnhofes Termini gebucht: Hotel Aphrodite (4 Sterne, mit Frühstück).
  • Eine zuvor zusammengestellte Liste an Sehenswürdigkeiten die wir sehen wollten.


Fotogalerie Rom 2012
Alle Fotos zu dieser Reise findet ihr im Album Rom 2012


Die Flugzeiten ergaben sich aus der Tatsache, dass wir am Freitag Vormittag aufbrechen wollten und am Montag Vormittag zurückfliegen mussten. Die extrem frühe Rückflugzeit resultierte daraus, dass der Flug wesentlich günstiger war, als z.B. 2 Stunden später.

Bei einer Ankunftszeit in Rom um 11:10 Uhr und dem Transfer vom Flughafen Fiumicino ins Zentrum mit dem Schnellzug (Leonardo Express), konnte ich in etwa davon ausgehen, dass wir unsere erste Tour durch Rom um ca. 13:30 Uhr starten können. Somit blieben uns für die Sehenswürdigkeiten Roms genau 2,5 Tage.

Das Hotel haben wir in der Nähe vom Hauptbahnhof Termini gewählt, da dies ein perfekter Ort als Ausgangspunkt für Touren durch Rom ist. Egal, ob man zu Fuß, per Bus oder per U-Bahn startet bzw. zurück kommt. Darüber hinaus sei angemerkt, dass das Hotel Aphrodite ein wirklich tolles Stadthotel ist und die Bahnhofsgegend in Rom bei weitem nicht so schlimm ist, wie man sich das vielleicht erwarten würde von einer Großstadt.

Die Preise für ein Hotel in Rom könnt ihr über nachfolgende Maske checken. Einfach An-/Abreise und Flughafen eintragen.

 

Als nächstes machten wir uns Gedanken, was wir uns alles ansehen wollen, was ein absolutes Muss ist und was auch weggelassen werden kann.

  • Kirchliches Rom mit dem Vatikan, dem Lateran und diversen Kirchen.
  • Antikes Rom mit Colosseum und Forum Romanum.
  • Ausstellung Lux in Arcana in den capitolinischen Museen (Ausstellung mit Stücken aus dem vatikanischen Geheimarchiv).
  • Altstadt Roms mit Piazza Navona, Piazza Rotonda, Pantheon, Trevi Brunnen und der spanischen Treppe.
  • Via Appia Antica mit der Besichtigung einer Katakombe.

Hört sich nach einer ordentlichen Liste für 2 1/2 Tage an und ist auch so. Wie bekommt man also die ganzen Sehenswürdigkeiten möglichst unkompliziert unter? Ganz einfach: In dem man Routen wählt, auf deren Weg man die ganzen Interessanten Orte abklappert kann.

Allerdings habe ich für mich entschieden, dass man diese Routen schon vorher planen sollte, da man u.U. vor Ort etwas „umherirrt“ und für die Orientierung Zeit verschenkt. Ein Stadtplan allein würde also nicht reichen, ich wollte ein richtige Route. Diese Route habe ich zum einen mit der Hilfe eines hervorragenden Reiseführers und mit Google Maps erstellt. Google Maps kann nämlich nicht nur Auto-Routen errechnen, sondern auch Fußgängerrouten. Dazu später mehr.

Ein weiterer Faktor, der einem den Zeitplan verhageln kann, ist endloses Schlangestehen vor Museen oder Sehenswürdigkeiten mit Eintritt. Und lasst euch sagen: Diese Schlangen können einen Stunden kosten. Aber auch hier können wir das liebe Internet zur Hilfe nehmen und die Tickets vorab online reservieren und ausdrucken. Ein wirklich geniales Feature, wie wir in Rom dann feststellen mussten.

Routen festlegen

Neben der Liste der Dinge, die wir unbedingt sehen wollten, habe ich natürlich einen guten Reiseführer gebraucht, der wertvolle Tipps zur Routenplanung beinhaltet. Fündig bin ich wieder mal bei Vis-A-Vis geworden und habe prompt den entsprechenden Rom-Reiseführer gekauft. Dieser ist zwar teuer, aber wirklich jeden Cent wert. Es sind neben den ganzen Sehenswürdigkeiten auch Empfehlungen für Spaziergänge und detaillierte Karten enthalten. Besonders hervorzuheben ist die Untergliederung in die ganzen Stadtteile und eine Empfehlung, wie man gehen sollte, um alles tolle zu sehen. Diese Vorschläge habe ich als Basis für meine Routen gewählt.

Route Tag 1

Die erste Tour kann also  nicht vor 13:30 Uhr starten, der Ausgangspunkt ist natürlich das Hotel und die Sehenswürdigkeiten werden durch die vorherige Buchung der Tickets festgelegt. Natürlich kann man die Routen und Ziele auch anders definieren, ich habe mich jedenfalls dafür entschieden, dass wir am ersten Tag vom Hotel (man kann direkt durch den Bahnhof gehen und somit etwas abkürzen) Richtung Colosseum aufbrechen und dabei Santa Maria Maggiore besichtigen. Nachdem leider nicht alle Kirchen durchgängig geöffnet haben und meistens von Mittag bis ca. 16 Uhr geschlossen haben, sollte man dies tunlichst bei der Planung berücksichtigen. In Vis-aVis Rom-Reiseführer sind jedoch alle Öffnungszeiten angegeben (die meistens auch stimmen). So konnten wir leider an Tag 1 die weiteren Kirchen auf unserem Weg zum Colosseum nicht besuchen und mussten diese auf den Sonntag verlegen. Auf unserem Weg liegen – außer den nicht geöffneten Kirchen – auch noch die Trajan-Thermen, die wir beim Vorbeigehen kurz besichtigen (viel zu sehen gibt es eh nicht mehr 😉 ).

Am Colosseum angekommen sind wir zum einen von den gewaltigen Ausmaßen beeindruckt und zum anderen von der Menschenschlange, die versucht ins Innere zu kommen. Mit weiser Voraussicht haben wir alle Ticket schon vorher über das Internet gebucht und ausgedruckt. Das hat uns ein lästiges Schlangestehen erspart und wir konnten einfach an der Menschenmasse vorbeilaufen und mit dem Barcode unseres Kombitickets für Colosseum, Forum Romanum und Palatin durch das Drehkreuz marschieren. Es sei hier nochmal angemerkt, dass man an keinen Schalter gehen muss, sonder gleich zum Drehkreuz geht und den Barcode in den Leser hält. Nettes Personal ist einem dabei behilflich, falls etwas nicht klappen sollte.

Alle Tickets, die online verfügbar sind, gibt es auf www.coopculture.it – einfach per Kreditkarte zahlen, PDF runterladen und ausdrucken. Fertig. Einfacher geht es nicht. Achtung! Tickets für das Vatikanische Museum gibt es auf einer anderen Seite, dazu später mehr.

Nachdem wir uns das Colosseum ausgiebig angesehen hatten, ging es weiter zum Forum Romanum, durch das wir zum Kapitol gelangen wollten. Immerhin war unser nächstes „richtiges“ Ziel die Ausstellung Lux in Arcana in den capitolinischen Museen.

Allerdings fehlte mir beim erstellen der Route die Info, dass der Eingang zum Forum Romanum nicht über die Via Sacra direkt gegenüber des Colosseum erreichbar ist, sondern etwas abseits. So mussten wir den ganzen Weg wieder zurücklaufen Richtung Colosseum und dann südlich halten. In der später dargestellten Route habe ich das natürlich korrigiert 😉

Wir zücken also wieder unser Kombiticket (das sogar für mehrere Tage gültig ist) und marschieren durch das Forum Romanum Richtung Kapitol. Nach einigen Foto-Pausen und Reisefürerblättern verlassen wir das Forum Romanum auf der östlichen Seite und steigen die Treppen empor zum Kapitol, an dessen Ende und schon die Romulus und Remus Skulptur erwartet (das Original der capitolinischen Wölfin ist übrigens in den capitolinischen Museen zu bewundern).

Auf dem Kapitol angekommen sehen wir uns natürlich zuerst etwas um – wie wir feststellen ist das anscheinend DER Ort in Rom für Hochzeiten. Mehrere Hochzeitsgesellschaften tummelten sich auf dem Platz des Kapitols. Ich suche also den Schalter der Museen um unsere Tickets für die Ausstellung Lux in Arcana zu holen, die übrigens auch die restlichen Museen beinhaltet. Nach kurzem Vorzeigen meines Beleges gab mir die Dame auch sofort die bereitgelegten Tickets und ich musste wiedermal keine 5 Minuten anstehen.

Nach dem Wegsperren der Rücksäcke in ein Schließfach suchten wir die beeindruckende Ausstellung von Exponaten aus dem vatikanischen Geheimarchiv auf. Dabei wurden Exponate aus allen Kirchenepochen ausgestellt (bis ins 20. Jahrhundert). Gegliedert unter verschiednen Themen, wie „Tiara und Krone“, „Gold und Tinte“, „Ketzer, Kreuzzüge und Ritter“, um nur ein paar zu nennen. Genauere Infos findet man unter www.luxinarcana.org. Diese Ausstellung ist zeitlich begrenzt und geht noch bis zum 09.09.2012.

Die capitolinischen Museen sind aber auch ohne die Sonderausstellung sehr sehenswert.

Nach einer kurzen Pause auf dem Piazza Venezia bzw. auf dem Platz unterhalb des Kapitols beim bekannten Marmordenkmal für Vittorio Emanuele II gingen wir auf die Suche nach der Haltestelle für den richtigen Bus zum Vatikan. Denn als nächstes Stand die Nachtbesichtigung der Vatikanischen Museen an. Nur Freitags werden werden diese Termine angeboten, zu denen man mit Online-Reservierung Einlass erhält. Die Öffnungszeiten sind dabei von 19:00 Uhr bis 23:00 Uhr und bieten die Möglichkeit mit verhältnismäßig wenig anderen Gästen die prächtigen Museen inklusive der sixtinischen Kapelle zu besichtigen. Buchen kann man die Tickets auf der offiziellen Seite der Museen, bei der man nach der Zahlung mit Kreditkarte ebenfalls eine PDF-Datei mit Code zum Ausdrucken erhält. Die Buchung erfolgt über diese Seite: Vatikanische Museen.

Die Buslinie 64 und 40 fahren zum Vatikan, die richtige Haltestelle (Fahrtrichtung beachten!) befindet sich am Piazza Venezia, Straße Via Cesare Battisti.

Im Vatikan angekommen marschieren wir direkt zum Eingang der Vatikanischen Museen, nachdem wir in einem Cafe „versucht“ hätten etwas zu trinken. Allerdings waren in der Karte keine Preise ausgeschrieben und bei einer Nachfrage, was denn das Bier koste, kam die Antwort „zwischen 6 und 10€“ und ein Aperol Sprizz sage und schreibe 10€. Diesen Wucher haben wir uns nicht angetan und haben einen Drink in einem Kiosk gekauft und gleich zum Museum gegangen. Leider gibt es anscheinend genug Touristen (v.a. asiatische) die diese Preise zahlen und nicht nachdenken, was sie gerade für ein popliges Bier gezahlt haben 😉

Beim Eingang der Museen angekommen funktionierte der Einlass abermals problemlos und ohne Warten. Keine 10 Minuten später (Rücksack abgeben, Metalldetektor etc.) waren wir schon auf unserem Weg durch die Museen. Genaue Infos über die verschiedenen Teile der Museen könnt ihr im Reiseführer eurer Wahl nachlesen. Unbedingt ansehen muss man sich natürlich die sixtinische Kapelle.

Nachdem wir das Museum spät abends verlassen hatten und wieder zur Bushaltestelle gegangen sind, konnten wir noch den tollen nächtlichen Blick auf den Petersdom werfen. Der Weg zur Haltestelle führt nämlich direkt über den Petersplatz.

Dort angekommen hatten wir wieder mal leichte Probleme, die richtige Haltestelle für die Fahrtrichtung zum Bahnhof Termini zu finden. Nachdem wir dank des Reiseführers (auf einer der letzten Seiten sind die Haltestellen mit den Buslinien und den Fahrtrichtungen eingezeichnet) endlich die richtige Haltestelle gefunden hatten, waren wir nach 20 Minuten schon ziemlich verwundert, wieso kein Bus kommt. Ein sehr hilfsbereiter Römer hat und dann recht schnell aufgeklärt: Streik. Manche Busfahrer mussten an diesem Tag unbedingt streiken und so kam unser Bus ewig nicht daher. Als wir uns schon nach einer anderen Möglichkeit umgesehen hatten (andere Linie ins Zentrum), kam doch noch die gewünschte Linie und wir fuhren schnurstracks zum Bahnhof. Gegen 24:00 Uhr fielen wir dann endlich in unser bequemes Hotelbett und hatten der ersten (halben) Romtag erfolgreich abgeschlossen.

Nachfolgend die Route des ersten Tages:

 


Die dazugehörige KML-Datei zum Import in Google-Maps findet ihr hier zum Download: Route Tag 1

Route Tag 2

Am Samstag den 07.09.2012 haben wir uns den Vormittag den Vatikan mit dem Petersdom und dessen Kuppel vorgenommen. Am Nachmittag ging es dann an der Engelsburg vorbei in die Altstadt und vorbei an diversen Brunnen zur spanischen Treppe.

Los ging es also gegen 08:00 Uhr morgens am Hauptbahnhof Termini, an dem wir den Bus der Linie 64 zum Vatikan nahmen. Dort angekommen gingen wir über die Via della Conciliazone direkt auf den Petersdom zu. Je näher man kommt, desto imposanter wird der Dom mit seinem vorgelagerten Petersplatz.

Nach einer nicht allzu langen Wartezeit in der Schlange voller Asiaten ging es durch die Sicherheitskontrolle in den Dom. Keine Frage, das Innere des Petersd

oms ist mehr als beeindruckend. Die Ausmaße sind gigangtisch, die Verzierungen und Details ebenfalls. Obwohl Besuchermassen hineinströmten wurde der Innenraum nie ganz voll – wohl auch kontrolliert durch die Sicherheitskontrollen.

Nach der Besichtigung aller Details im Inneren, gingen wir in die Gruft hinunter, deren Eingang wir beinahe nicht gefunden hätten. Erstens, weil er nicht angeschrieben ist und zweitens, weil im (ansonsten tollen) Reiseführer der Eingang falsch eingezeichnet ist. Kurz einen Aufseher gefragt und die Auskunft erhalten, dass der Zugang unter der Statue des heiligen Andreas ist. Durch die Gruft gelangt man anschließend ins Freie und kann direkt zum Eingang zur Kuppel marschieren.

Man erreicht die „Laterne“ der Kuppel, also den höchsten Aussichtspunkt entweder komplett über eine Treppe (510 Stufen) oder man kurz den ersten Teil mit dem Fahrstuhl ab (dann noch 320 Stufen). Wir sparten uns die zusätzlichen 2€ pro Person und meisterten die kompletten 510 Stufen für 5€ Eintritt.

Beim Aufstieg gibt es mehrere tolle Orte, an denen man gerne etwas verweilt. Die Plattform, bis zu der man mit dem Aufzug fahren kann und wo es einen kleinen Souvenirladen gibt, der eine nette Auswahl zu moderaten Preisen (zumindest für diese Location) hat, ist eine davon. Weiter geht es zum „Ring“ innerhalb der Kuppel, von deren Position man in den Dom hinabsehen und die von unten klein wirkende, aber in Wirklichkeit riesige Schrift bewundern kann:

Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regni caelorum.

Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und Dir gebe ich die Schlüssel zum Himmelreich.

Nach dem grandiosen Rundumblick auf der Laterne der Kuppel geht es den ganzen Weg wieder hinab. Anstrengend war dies v.a. weil es brechend heiß war und sogar die Kuppel im Treppenhaus richtiggehend aufgeheizt war.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es auch schon weiter Richtung Engelsburg, die wir nur streifen, um die davor liegende Ponte Sant’Angelo zu überqueren.

Über urige Querstraßen, die einen Eindruck von der Pracht des alten Rom geben, suchen wir die Piazza Navona auf und bewundern den Fontana dei Quattro Fiumi, bevor es über den Brunnen im Süden (Fontana del Moro) hinter dem Pantheon vorbei zum kleinsten Obelisken Roms geht. Dieser Obelisk wird von Berninis Elefanten auf dem Rücken getragen und ist eine Stippvisite wert.

Als nächstes steht das total überfüllte Pantheon auf dem Programm, das zwar beeindruckend ist, jedoch von den enormen Menschenmassen „überflutet“ wurde. Weiter geht es über die Marc-Aurel-Säule zum Fontana di Trevi. Natürlich steht der Trevibrunnen auf dem der Liste der „must-have-seen“-Sehenwürdigkeiten, allerdings ist es schon fast nicht mehr feierlich, wie viele Touris sich um diesen Brunnen scharen und eine

Münze hineinwerfen wollen.

So sind wir nach dem obligatorischen Münzwurf auch schleunigst weitergezogen zur spanischen Treppe. Am oberen Ende der Treppe gingen wir dann über die Via Sistina zur Piazza Barberini, auf dem der Tritonenbrunnen von Bernini zu bewundern ist. Für das letzte Stück des Heimweges zum Hotel nahmen wir die U-Bahn direkt am Piazza Barberini Richtung Termini. 37°C waren einfach zuviel für weitere Fußmärsche.

 

 

Und hier also die Route des zweiten Tages:

Die dazugehörige KML-Datei zum Import in Google-Maps findet ihr hier zum Download: Route Tag 2

Route Tag 3

Am dritten und letzten Tag wollten wir es etwas ruhiger angehen und haben uns vorgenommen, die verpassten Kirchen vom Freitag anzusehen und danach über Santa Croce in Gerusalemme zum Lateran zu gehen. Vom Lateran aus ging es mit dem Bus auf die Via Appia Antica zur Besichtigung einer Katakombe.

Wir starten also wieder an unserem Hotel und machen uns im ersten Teil unserer Route auf den gleichen Weg wie am Freitag. Vorbei an Santa Maria Maggiore geht es zur nun geöffneten Kirche Santa Prassede. Diese Kirche ist aus dem 4. Jahrhundert und beherbergt folglich Kunstwerke aus den Frühzeiten des Christentums. Diese Kirche ist wirklich ein Tipp und wird nur von sehr wenigen Touristen besucht. Aus diesem Grund kann man auch die Stille genießen, die in den römiscen Kirchen so selten ist. Über tolle Seitengassen des Esquilins geht es weiter zur nächsten frühchristlichen Kirche: San Martino ai Monti.

Der Weg führt uns wieder vorbei an den Trajanthermen zur Kirch San Pietro in Vinculi. Diese Kirche sollte man keinesfalls auslassen, da man hier zum einen die Ketten besichtgen kann, in denen Petrus nach Rom gebracht wurde und zum anderen den gehörnten Moses von Michelangelo (Grabmal für Papst Julius II.).

Vorbei am Colosseum über die Viale Domus Aurea gehen wir Richtung Santa Croce in Gerusalemme. Wie der Name schon sagt, wird hier das Kreuz verehrt, an das Jesus geschlagen wurde. Kreuzreliquien, die Kaiserin Helena im aus dem Heiligen Land mitbrachte sind in Seitenbereichen der Kirche zu bewundern.

Unserer weiterer Weg führt uns zum Lateran, wo wir die Basilika San Giovanni in Laterano besichtigen und den wundervollen Kreuzgang, der alle Brände der Vergangenheit überstanden hat. Am Lateran, dem Sitz des Bischofs von Rom, also dem Papst suchen wir uns die Bushaltestelle (Linie 218) beim Laterans-Obelisken, von wo aus wir zur Via Appia Antica starten. Wir steigen direkt bei den Calixtus Katakomben aus dem Bus aus und gehen durch das dazugehörige Areal durch die prachtvolle Allee zur eigentlichen Via Appia Antica. Am Sonntag ist nämlich ein Durchfahrtsverbot und man kann ungehindert über die alte Straße wandern. Am Grab der Cecilia Metella vorbei gehen wir bis zum Anfang der antiken Überreste der Prachtstraße: Hier liegen noch die Steinquader aus römischen Zeiten als Straßenbelag.

Bei brechender Hitze geht es den Weg zurück zu den Calixtus Katakomben, wo wir eine Führung durch die bedeutendsten Katakomben der Christenheit machen. Hier wurden bereits die ersten Päpste begraben und tausende andere Christen. Die Führungen werden in allen erdenklichen Sprachen angeboten, so auch in Deutsch.

Nach der Besichtigung geht es über die Straße durch das Areal der Katakomben noch zur Kirche Domine, Quo Vadis? (Santa Maria in Palmis), wo Petrus auf seiner Flucht aus Rom Jesus erschienen sein soll. Als Petrus ihn fragte: „Domine, quo vadis?“ (Herr wohin gehst du?) bekam er zur Antwort: „Eo Romam iterum crucifigi“ (Ich gehe nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen). Daraufhin ging Petrus nach Rom zurück, um sein Martyrium mit der Kreuzigung kopfüber zu erleiden.

An der nahe gelegenen Bushaltestelle fahren wir zurück zum Lateran, um mit der U-Bahn in der Nähe zum Hauptbahnhof Termini zu fahren.

Hier die Route des dritten Tages:

Die dazugehörige KML-Datei zum Import in Google-Maps findet ihr hier zum Download: Route Tag 3

Fazit:

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Vielen Dank! 🙂

Rom ist immer eine Reise wert, ob nun für eine Woche oder nur für ein paar Tage. Über den Flughafen München ist Rom in nicht mal 2 Stunden erreichbar und bietet unbegrenzte Möglichkeiten: Kirchen, Antike, atemberaubende Landschaften auf der Via Appia Antica, Museen, aber auch Orte voller Leben, wie die spanische Treppe. Und wie man sieht reichen auch 2,5 Tage, um richtig richtig viel zu sehen – vorausgesetzt man ist gut zu Fuß und man überlegt sich im Vorfeld, was man sehen will und wie man am besten die Routen festlegt.

Abschließend gibt es noch ein paar Tipps:

  •  Ein Hotel nahe des Hauptbahnhofes Termini wählen: An-und Abreise gehen schnell und man verliert keine Zeit. Genauso fahren alle öffentlichen Verkehrsmittel irgendwie immer zum Termini. Genauso ist es ein toller Ausgangspunkt um die Stadt zu Fuß zu erkunden.
  • Gegenüber unseres Hotels gibt es einen Spar-Supermarkt, in dem man Snacks für unterwegs und natürlich Getränke günstig einkaufen kann.
  • Neben unserem Hotel war ein tolles Restaurant mit günstigen Preisen, aber sehr leckerem Essen. V.a. die Meeresfrüchte hatten es meiner Freundin angetan.
  • Kauft euch einen guten Reiseführer mit Busplan. Die Haltestellen sind etwas verwirrend angeordnet: Der Bus in die andere Richtung geht nicht zwangsläufig auf der anderen Straßenseite, es kann auch eine Querstraße weiter die Haltestelle sein!
  • Bustickets gibt es im Tabakladen oder direkt im Bus am Automaten (nicht alle Busse haben einen solchen Automaten!)
  • Tickets im Vorfeld online buchen, das erspart lästiges Schlangestehen.

Fotogalerie Rom 2012
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Linksammlung:

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