Ich muss schon sagen, ich fühle mich wieder mal bestätigt, der Telekom den Rücken gekehrt zu haben.Welche Firma würde schon auf die Idee kommen, dass seine Kunden es ohne Murren mitmachen, wenn sie öffentlich und mit Nachdruck für dumm verkauft werden? Ja sicher, da schnitzen wir uns eine sonderliche Ausrede, der doofe Internetkonsument des 21. Jahrhunderts glaubt uns das bestimmt. Ohja, der Traffic kann irgendwann nicht mehr von der Infrastruktur bewältigt werden, deswegen müssen wir zum Wohl der Gesellschaft diese bösen Poweruser drosseln!

Ein Schelm, der böses dabei Denk und dabei die Netzneutralität ins Spiel bringt. Natürlich darf der brave Kunde die Dienste der Telekom in voller Geschwindigkeit weiter nutzen, selbst wenn er die Volumengrenze erreicht hat. Immerhin zahlt der ja z.B. für das Fernsehen (Entertain) oder dem Musikdienst (Spotify) aus dem eigenen Hause. Nein nein, mit einer Aushebelung der Netzneutralität durch die Hintertür hat das nichts zu tun!

Gut, dass es in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts und der Massennutzung des Mediums Internet auch noch jene User gibt, für die das Internet mehr ist, als ein „interaktiver Fernsehersatz“ (Youtube, Facebook, etc.). User, die sich sehr wohl an Zeiten erinnern, in denen das Phänomen Internet noch wenigen „Geeks“ vorbehalten war und wie es sich anfühlte mit einem 14k Modem dahin zu ruckeln, um ein Vermögen an die Telekom zu blechen, die natürlich damals pro Minute abrechnete – drosseln musste man ja nicht 😉

Es gibt sie zur Genüge, diese unangenehmen Kunden, User der ersten Internetstunde und jene, die sich nicht alles aufs Auge drücken lassen „weil’s halt so ist“.

Ich hoffe es folgen viele Noch-Kunden meinem Beispiel und kehren der Telekom den Rücken. Denn dann wir diese Firma auch verstehen, dass der Wunsch nach einem neuen Monopol und einer Zwangsversetzung in die digitale Steinzeit per Drosselung nach hinten losgeht.

Dazu mehr auf netzpolitik.org. Einen eigenen Slogan/Remix könnt ihr auch auf erstellen 😉